Teichfilter, Filtersysteme und UV Lampen

Aufstellung eines GFK-Filters

Hier noch ein paar wichtige Hinweise, auf die Sie achten sollten.

• Stellen Sie den Filter nur auf einen festen Untergrund z.B. Betonplatte. Der Filter muss waagerecht aufgestellt werden.
• Sollte der Filter auf einen weichen Untergrund oder nicht waagerecht aufgestellt werden, wird der Filter aufgrund des enormen Eigengewichtes und des
Wasserdrucks den enormen Belastungen nicht standhalten. Es kann zu Undichtigkeiten kommen oder der Filter kann auseinander brechen. Sie verlieren jeglichen Anspruch auf Garantieleistungen. Reklamationen nur mit Foto über Ihren FACHHÄNDLER!
• Bei der Installation der Anschlüsse ist darauf zu achten, dass nur dafür geeignete Materialien verwendet werden. Verwenden sie immer stabile Schläuche oder eine PVC-Verrohrung. Alle Schlauchverbindungen immer mit Schlauchklemmen sichern!
• Bei allen Filtern, die gepumpt betrieben werden, ist darauf zu achten dass der 110 mm Auslauf auf keinen Fall reduziert wird. Dies kann zu einem Überlaufen des Filters führen (Ihr Teich wird leer gepumpt!)
• Bei Filtern im Schwerkraftbetrieb ist darauf zu achten, dass Teich und Filter auf gleichem Niveau sind. Der Wasserstand im Teich muss also höher sein als die Überläufe in den Trennwänden!
Bei Fragen zum Einbau des Filters oder zu weiteren Produkten aus unserem umfangreichen Sortiment helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

Filtersysteme

• Verschiedenen Ausführungen für Ihren individuellen Anspruch

- Center-Vortex Kompaktsystem als Standard-Modelle
- Reihenvortex Kammersystem als Standard-Modelle oder Patronenfilter
- Modulfiltersystem
- Vliesfilter-Systeme "Informationen in der Artikelbeschreibung"
- Trommelfilter-Systeme "Informationen in der Artikelbeschreibung"
- Spaltfilter-Systeme
- Beadfilter-Systeme

• Funktioneller Aufbau und sichere Handhabung
• Verwendung hochwertige Materialien
• Ausgeklügelte Lösungen für praktische Anwendung

7 Systeme und 1 Ziel: Gesundes und klares Wasser

• Professionelle Lösungen für Garten- und Schwimmteiche dank ausgereifter Filtertechnik.
• Gefertigt in hochwertigem und witterungsbeständigem GFK, Kuststoff oder Edelstahl.
• Diese äußerst stabilen Materialien sind absolut witterungsbeständig und dauerhaft für den Außenbereich einsetzbar.

Absetz-Systeme

• Wir gewährleisten dadurch ein Absetzen von Festpartikeln durch UP-FLOW-Technik in den einzelnen Filtermedien durch Beruhigung des Wasserstroms
• Optimales Verhältnis Wasserdurchsatzrate zu Filtermedium für einen effektiven biologischen Abbau.
 

Aufstellung Pumpbetrieb



Pumpversion (Pumpe im Teich): Pumpe -> UV -> Filter -> Teich
 

Aufstellung Schwerkraftbetrieb


Schwerkraftversion (Pumpe im Filter): Teichbodenablauf ->Filter -> Pumpe -> UV -> Teich


Aufstellung Pump/Schwerkraft Kombination

Pumpe/Schwerkraft (Pumpe in Pumpenkammer): Teichbodenablauf -> Pumpenkammer +Pumpe -> UV -> Filter -> Teich

Wasser-Verweilzeit in einer Filteranlage

Aufgabe einer Filteranlage :
Eine Filteranlage dient zur biologischen Aufbereitung des Teichwassers. Koi-Teiche können nicht ohne Filteranlage betrieben werden. Aussagen, dass sich ein Teich ab einer bestimmten Größe selbst reinigen sind nicht zutreffend. Nur große Naturteiche oder Seen halten das biologische Gleichgewicht selbst aufrecht. Bei Garten- und Koiteichen kann das aus mehreren Gründen nicht geschehen :
1. Die Teichfolie. Es kann kein wirkungsvoller Abbau durch Mikroorganismen statt finden, da das Wasser vom Boden abgeschnitten ist.
2. Die Anzahl der Fische bezogen auf das Volumen. In Koi-Teichen haben die Fische im Gegensatz zu natürlichen Gewässern sehr viel weniger Wasser zu Verfügung. Hoher Fischbesatz auf engem Raum bedeutet schlechte Wasserverhältnisse, die nur durch eine ausreichend groß dimensionierte Filteranlage in einen "grünen" Bereich gebracht werden können.
Funktion einer Filteranlage :
Eine Filteranlage soll das Wasser für Koi Artgerecht aufbereiten. Koi stellen sehr hohe Ansprüche an das Wasser in dem sie leben. Es gibt viele verschiedene Arten von Filtersystemen. Als erstes sollte der grobe Schmutz aus dem Wasser entfernt werden. Dies kann z.B. durch einen Vortex oder eine Absetzkammer geschehen. Danach befinden sich noch Schwebstoffe im Wasser. Hierzu eignen sich Filterbürsten als optimales Filtermedium. Sie sind leicht zu reinigen und sehr effizient. Anschließend folgt die biologische Aufbereitung durch Bakterien. Hierzu muss für die Bakterien eine "Besiedlungsoberfläche" geschaffen werden. Bewährt haben sich z.B. Japan Matten, Filterschaumstoff, oder andere Trägermaterialien. Wichtig ist, das in den letzten Teil der Filteranlage so wenig wie möglich Schmutz gelangt, der die Bakterien in Ihrer Funktion einschränkt.
Verweilzeit des Wassers in der Filteranlage :
Das Wasser muss eine gewisse Zeit in der Filteranlage bleiben, um den Bakterienkulturen eine ausreichend große Zeit zur Wasseraufbereitung zu geben. Mann spricht von der Verweilzeit.
Die optimale Verweilzeit liegt zwischen 8 und 12 Minuten ! Dieser Faktor kann durch eine einfache Formel kontrolliert werden :

Verweilzeit[min] = Volumen der Filteranlage[m³] / Durchflussgeschwindigkeit[m³/h]*60

Beispiel :

Durchflussgeschwindigkeit : 9m³/h (z.B. Aquamax 10.000)
Volumen der Filteranlage : 0,1m³ - dies entspricht der Größe der zu kleinen Anlagen
Verweilzeit : 0.01 h * 60 (Umrechnung auf Minuten), also 0.6 Minuten = SCHLECHT

Richtig :

Durchflussgeschwindigkeit : 9m³/h
Volumen der Filteranlage : 1,5m³
Verweilzeit : 0.16 h * 60 = 10 Minuten = GUT

Größe der Filteranlage :
Die Größe der Filteranlage muss immer auf das Volumen des Teiches und der Umwälzleistung bezogen werden. Hierbei gilt : Das Wasser aus dem Teich muss mindestens alle zwei Stunden durch den Filter gepumpt werden ! Danach richtet sich dann die Größe der Pumpe und die Größe des Filters. Auch Rohrleitungsdimensionen müssen beachtet werden, durch zu kleine Rohrleitungen oder Schläuche geht nicht genügend Wasser und somit ist eine ausreichende Umwälzung nicht mehr gewährleistet !
Filtervarianten :
1. Schwerkraftsystem
Hierbei ist die Höhe des Wasserspiegels des Teiches und der Filteranlage auf gleichem Niveau. Der Filter ist also in der Erde versenkt, z.B. in einer gemauerten Kammer. Dieses System ist am wirkungsvollsten. Die Pumpe fördert nur das bereits gefilterte Wasser in den Teich zurück. Dadurch sinkt der Wasserspiegel in der Filteranlage ab. Durch die Schwerkraft drückt nun das Wasser aus dem Teich durch die installierten Bodenabläufe über Rohrleitungen in die Filteranlage. Der Dreck ist bei dieser Variante viel leichter zu entfernen, da er nicht durch die Pumpe zerkleinert wird. Die Planung solch einer Anlage sollten Sie dem Fachmann überlassen. Fehler beim Bau durch Unkenntnis sind hinterher nur sehr kostenintensiv (wenn überhaupt) zu korrigieren !
Die Größe einer Filteranlage :
Eine Filteranlage muss für den Teich ausreichend groß dimensioniert sein. "Baumarktfilter" oder ähnliche "Filterboxen" sind völlig ungeeignet. Diese "Filter" sind im Verhältnis zum Teich viel zu klein. Meistens müssen Sie täglich gereinigt werden, was für eine Filteranlage in der Größe fatale Folgen hat, ganz zu sch weigen von der Arbeit. Alle Filterbakterien sind nach dem Reinigungsvorgang abgestorben ! Der Fehler dieser kleinen Anlagen liegt schon darin, dass die Filtermaterialen zur Bakterienansiedlung und Schmutzfang meist ein und die selben sind. Außerdem ist das Wasser viel zu kurz in der Filteranlage um richtig biologisch aufbereitet zu werden.
2. Gepumpte Version:
Hierbei befindet sich die Pumpe an der tiefsten Stelle des Teiches. Sie fördert den Schmutz in die Filteranlage, die außerhalb des Teiches über dem Wasserspiegel aufgestellt ist.

Der Funktionsablauf eines vollautomatischen Trommelfilters. 

Eine Trommel, die sich in einem Filtergehäuse befindet wird über einen Einlaufstutzen mit dem schwebstoffbelasteten und zu reinigendem Wasser durchströmt. Die Trommel, und dass ist die wichtigste Komponente bei einem Trommelfilter, ist mit einem Filtersieb, man sagt auch Mikrosieb umspannt. Durch das Mikrosieb werden die Schmutzpartikel zurückgehalten. Die Mikrosiebverschmutzung ergibt eine Veränderung der Wasserstände zwischen der Trommel und dem Filtergehäuse. Diese Änderung leitet einen Reinigungs- und Spülprozess ein.
Alle Schmutzpartikel werden zurückgehalten, da das Wasser nur die Möglichkeit hat durch das Mikrosieb die Trommel zu verlassen.
Das Wasser fließt vom Inneren der Trommel in das Filtergehäuse, von dort durch einen Auslaufstutzen zu der Nachgeschalteten biologischen Klär- und Filterstufe die z.B. mit Bio Blocks oder Biogrit bestückt sind.
Durch den Wassersog haften die Schmutzpartikel am Mikrosieb. Mittels einer Drehbewegung und dem gleichzeitigem Reinigen der Trommel werden die Schmutzpartikel einer Schmutzablaufrinne zugeführt.
Die Reinigung erfolgt dabei durch Sprühdüsen, die außen an der Trommel montiert sind. Die Schmutzpartikel, die im Inneren der Trommel durch den Wassersog am Mikrosieb haften, werden beim Passieren der Schmutzablaufrinne nach Innen abgespült.
Die Schmutzablaufrinne, die sich im inneren der Trommel befindet, wird dabei direkt mit dem Abwasserkanal oder einem Schmutzauffangbehälter verbunden.
Der Reinigungsablauf wird über ein Schaltkontakt eingeleitet und dauert nur wenige Sekunden. Der Energiebedarf für den Drehantrieb und der Hochdruckpumpe für die Sprühdüsen ist dadurch sehr gering.
Bei diesen modernen Anlagen wurde festgestellt, das mit zunehmendem Wasserdruck (Durchfluss) sich die Filterleistung der Bakterien ebenfalls erhöht. (Nikischigoi Taikan II)

Dies soll ein kleiner Überblick von dem Kapitel Filteranlagen sein. Grundsätzlich ist die Filteranlage das teuerste am Koi-Teich. Machen Sie aber nicht den Fehler und kaufen eine billige Anlage, die dann doch nicht ihre Erwartungen und vor allem die der Koi erfüllt. Wir bieten Ihnen die Gesamte Planung Ihres Koi-Teiches an. Des weiteren Optimieren wir bestehende Filteranlagen, um das beste Wasser für Ihre Koi zu schaffen. Nicht jeder Teichbesitzer verfügt über ausreichende Platzverhältnisse für eine gute Filteranlage. Rufen Sie uns an, wir haben bestimmt auch für Sie die passende Lösung parat.

SiFi-Patrone - Inbetriebnahmeanleitung

Einbau: Zum Betrieb in einem Vortex oder Absetzbecken wird die Patrone mit der im Filterboden integrierten Schiebemuffe senkrecht auf das vorhandene Überlaufrohr zwischen Vortex und Biofilter gesteckt. Die SiFi-Patrone wird ohne den Gummiring der Muffe geliefert und sollte auch so eingebaut werden, damit die Anpassung an den Wasserstand im Vortex leicht erfolgen kann. Um die optimale Filterleistung der SiFi-Patrone auszunutzen, sollte das SiFi-Sieb komplett unter Wasser sein. Falls sich der Wasserspiegel bei eingeschalteten Teichpumpen soweit absenkt, dass die oberen Spüldüsen ins Freie spritzen, sollte die SiFi weiter abgesenkt oder die oberen Spüldüsen sollten verschlossen werden.
Anschluss: Die Verbindung zwischen dem Schlauchanschluss der SiFi-Patrone und der Spülpumpe sollte mit einem Schlauch (Innendurchmesser 32 mm) ausgeführt werden. Einstellung der optimalen Rotationsgeschwindigkeit: Die optimale Zeit für eine komplette Umdrehung der Spüleinheit liegt zwischen 20 und 35 Sekunden. Da die Rotationsgeschwindigkeit der Spüleinheit abhängig von der eingesetzten Pumpe ist, ist in vielen Fällen eine Anpassung der Geschwindigkeit erforderlich.
Nicht nur die Reinigung des Siebes, sondern auch die Rotation der Spülarme erfolgt durch den Wasserdruck der eingesetzten Spülpumpe. In der Grundeinstellung sind an einem Spülarm/Antriebsarm (weiße Markierung) die Spüldüsen etwas vom Sieb weggedreht (ca. 20 Grad). Falls die Spüleinheit sich nicht mit der optimalen Geschwindigkeit drehen sollte, gehen Sie bitte wie folgt vor: Die Spülarme können mittels Verschraubung vom Rotor getrennt werden, um eventuell die Antriebsgeschwindigkeit zu ändern oder die Spüldüsen zu reinigen. An den Spülarmen sehen Sie die nach außen gerichteten Löcher für die Reinigung des Siebes. Zur Änderung der Antriebsgeschwindigkeit kann der untere lange Teil des Spülarms verdreht werden. Die Geschwindigkeit wird erhöht, in dem man die Löcher vom Sieb wegdreht. Die Geschwindigkeit wird verringert, wenn man die Löcher zum Sieb hindreht. Eine minimale Drehung an einem Arm reicht meistens aus, um die Geschwindigkeit zu verändern. Ein optimales Reinigungsergebnis wird erzielt, wenn nur ein Arm (Antriebsarm) vom Sieb weggedreht wird. Anschließend wird der Spülarm wieder an den Rotor geschraubt und senkrecht gedreht. Es ist darauf zu achten, dass die Spülarme sich frei drehen können und nirgendwo anschlagen. Sollten sich die Spülarme noch nicht optimal und gleichmäßig drehen, sind die Spüldüsen am Antriebsarm erneut der gewünschten Geschwindigkeit anzupassen. Bei der ersten Inbetriebnahme ist es ratsam die Rotationsgeschwindigkeit ruhig etwas höher einzustellen, um eine sichere Drehung der Spülarme zu gewährleisten.
Die Spüleinheit lässt sich durch Lösen des Rotor-Oberteils von der Anschlusseinheit trennen und ausbauen. Dazu stecken Sie einen Metallstift (4 mm) o. ä. in eines der 3 Löcher des feststehenden Rotor-Oberteils und lösen die Verschraubung durch eine Linksdrehung. Nach erfolgter Trennung von Rotor und Anschlusseinheit kann diese aus dem Oberteil der SiFi-Patrone herausgezogen werden. Durch das Achteck im Oberteil besteht die Möglichkeit die Anschlusseinheit zu versetzen.
Tipps zur Pumpenwahl: Da jedes Teichsystem andere Parameter, wie Vortexgröße, Fischbesatz, Pumpenleistung, Wasserqualität, Algen, Futter usw. hat, ist auch die Reinigungsleistung eines Filters in jedem Teich anders. Aus diesem Grund ist es hier nicht möglich eine Pauschalaussage über die erforderliche Pumpenleistung für die Siebspülung abzugeben. Falls man als Teichpumpe eine Druckpumpe, wie Red Devil oder Sequence, im Einsatz hat ist es möglich einen Teil des gefilterten Wassers für die Spülung der SiFi zu verwenden. Wird das Wasser mit einer normalen Filterpumpe (Aquamax ect.) wieder zurück in den Teich gepumpt, kann es zu Problemen beim Antrieb der Spüleinrichtung kommen. In diesem Fall sollte, wie auch bei einem gepumpten Filtersystem (Pumpe liegt im Teich) eine separate kleine Druckpumpe (ab 30W) zur Siebreinigung installiert werden. Falls das Wasser zur Siebreinigung nicht direkt am Boden (5) der SiFi abgesaugt wird, ist vor jede Pumpe ein Schwamm bzw. eine Filterpatrone zu montieren um Verstopfungen an den Spüldüsen zu verhindern,. Die Pumpe sollte soviel Druck auf das Sieb bringen, dass das Wasser ca.10cm durch das Sieb gespritzt wird (bei abgesenktem Wasserstand).
Reinigungstipp: Unter bestimmten Wasserbedingungen oder bei Verwendung von sehr fettigem Futter kann es vorkommen, dass die feinen Poren des Siebes sich durch Kalk oder Fett nach einiger Zeit zusetzen können, obwohl das Sieb eigentlich sauber aussieht. In diesem Fall sollte die SiFi-Patrone kurz ausgebaut und mit einem dieser neuen Oxi-Reiniger (Cilit Bang) gereinigt werden. 

 UVC Wasserklärer

UV Lampen dienen der Klärung von Teichwasser. Grüne Schwebealgen vermehren sich bei organischer Belastung des Teichwassers unter starker Sonneneinstrahlung sehr schnell und färben das Teichwasser grün ein. Insbesondere im Frühjahr wenn die Temperaturen steigen und die Sonnenscheindauer zunimmt führt dies zu einer starken und oftmals unerwünschten Sichtbeeinträchtigung im Gartenteich.UVC-Teichklärer bestrahlen in einem Durchflussreaktor das Teichwasser mit UVC Strahlung. Die UV-C Strahlung tötet die Schwebealten ab. Die Algen verklumpen zu größeren Partikeln und lassen sich leicht über die mechanische Filterung aus dem Wasserkreislauf entfernen. Die Lebensdauer einer UVC-Glühleuchte beträgt zwischen 7.000 und 10.000 Betriebsstunde. Wir empfehlen zum Saisonstart, wenn die Wassertemperatur im Teich ansteigt die Glühleuchte jährlich zu wechseln und dabei das Quarzglas der UV-Lampe zureinigen. Das Durchlaufwasser wird auch von schädlichen Bakterien und Krankheitskeimen befreit. Die Keimreduzierung hat aber keinen negativen Effekt auf das Teichklima, da sich Bakterien für den Schadstoffabbau auf Steinen, Filtermedien etc im gesamten Teichsystem absetzen und dort vermehren können. Die UV-Lampe kann den Gesamtkeimgehalt des Wassers in einem gesunden naturnahen Verhältnis aufrecht erhalten.
Darauf sollten Sie achten:
• Das UVC Gerät muss der Teichgröße und dem Wasserdurchsatz angepasst sein. Je qbm Teichwasser empfehlen wir bei Koiteichen 2-3 Watt UVC Leistung
• Der Teichinhalt sollte mind. alle 2 ­ 3 Stunden einmal durch das UVC-Gerät und anschließend den Teichfilter geleitet werden.
• Um eine gute Klärung des Teiches zu gewährleisten sollte die UV Lampe 24 Stunden pro Tag betrieben werden
• UV-Lampe stets druckseitig hinter die Pumpe in den Kreislauf integrieren.Ggf. kann die UV Lampe im Bypass bei Schwerkraftanlagen) zur Filteranlage betrieben werden. Bei ausreichender Teichumwälzung kann die UV-Lampe auch im Rücklaufwasser einer Schwerkraftanlage installiert werden.
• Die UV Lampe darf nur bei Pumpenbetrieb eingeschaltet sein. Wird der Wasserkreislauf unterbrochen ist die UV-Lampe abzuschalten!

Empfehlungstabelle UV-Lampen
 

Wattleistung UV-Lampe Wasserdurchsatz max. Teichart
10 3.500
10.000 7.500 3.500
15 5.000
15.000 10.000 5.000
30 10.000
22.500 15.000 7.500
55 18.000
75.000 50.000 25.000
110 36.000
150.000 100.000 50.000

Naturnah Fische Koi

Bedenken Sie immer: Eine UV-Lampe ist nie zu groß. Diese Empfehlungen sind Grenzwerte. Es ist besser bei der entsprechenden Teichgröße das nächst stärkere Modell zu wählen oder ein Gerät zusätzlich zumindest in der Frühjahrszeit in Betrieb zu nehmen.

Tauchstrahler AQT2000  

Die CE und IP68 geprüften Tauchstrahler vom Typ AQT2000 basieren auf einer hochwertigen Versorgungselektronik, welche in dem Gerätefuss aus gebürstetem Edelstahl wasserdicht vergossen ist. Das Standardvorschaltgerät ist mit einer Verlustleistung von nur 36W bei niedrigen 160mA ausgesprochen energiesparsam. Hoher UV-Ausstoss gepaart mit einem besonders langen Röhrenwechselintervall von 12.000 Betriebsstunden sind beispielgebend auf dem UV-Markt.

Anders als bei vergleichbaren Systemen sind keine aufwendigen Aussen- oder Haltekonstruktionen notwendig und die UV-Röhre ist als separtes Bauteil austauschbar.
Was ist optische Strahlung?
Von der Strahlungsenergie, der wir täglich ausgesetzt sind, nehmen wir nur einen kleinen Teil mit unseren Sinnen u.a. als Licht oder Wärme wahr. Der weitaus grössere Teil dieser elektromagnetischen Energien bleibt von uns aber unbemerkt. Dazu gehören beispielsweise Röntgen- und ultraviolett (UV) Strahlen.

Zum Verständnis dieser Energien greift man allgemein auf ein Wellenlängenmodell zurück, d.h. sie unterscheiden sich allein durch ihre Frequenz. Während Radiowellen beispielsweise zur sehr langwelligen Strahlung zählen, gehören optische Strahlen zu den kurzwelligen elektromagnetischen Wellen. Der Frequenzbereich der UV Strahlung umfasst dabei nur einen sehr kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums.

Was sind UV-Strahlen?
Als UV-Strahlen bezeichnet man den Wellenlängenbereich, der zwischen der Röntgenstrahlung und dem des sichtbaren Lichts liegt. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften zählt man UV-Strahlen zu den optischen Strahlen, auch wenn man sie nicht sehen kann.

Man unterteilt UV-Strahlen in drei Bereiche:

§ UVA (langwellig) 400 - 315 nm
§ UVB (mittelwellig) 315 - 280 nm
§ UVC (kurzwellig) 280 - l00 nm und darunter

Unterschiede zwischen den UV Strahlen

UV A Strahlen:
... treffen als Teil der Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche auf. Sie bewirken verschiedene photochemische Prozesse, haben eine merklich pigmentierende, praktisch aber keine erytheme (entzündende) Wirkung. UVA Strahlen durchdringen Glas und transparente Kunststoffe.   

UV B Strahlen:
... zeigen eine pigmentierende und deutlich erytheme Wirkung. Sie verursachen die Bildung von Prävitamin D. Die Strahlung wird für therapeutische Zwecke genutzt (antirachitisch).
Auf Meereshöhe ist ihr Anteil geringer als im Hochgebirge. Bereits normales Fensterglas ist für diese und kürzere UV Strahlen nicht mehr durchlässig.   

Unterschiede zwischen den UV Strahlen
UV C Strahlen:
... sind noch kurzwelliger und energiereicher als UVA und UVB Strahlen. Sie umfassen den grössten Teil des gesamten UV Bereichs und haben einen stark keimtötenden (bakteriziden) Effekt. Wie die sichtbaren Wellenlängen des Lichts bewegen sich UVC Strahlen nur gradlinig fort und nehmen mit zunehmender Entfernung von der Quelle in Ihrer Intensität ab.   

UVC Strahlen durchdringen grundsätzlich keine Stoffe, auch kein Fensterglas! Dem Licht gleich ist Ihre Wirkung an den Ort und an den Zeitpunkt ihres Einsatzes gebunden.  

Welche UV Strahlen sind bakterizid?
Die Forscher ARTHUR DOWNES und THOMAS P. BLUNT  entdeckten bereits 1878, dass sich Mikroorganismen unter genügender Sonnen- bestrahlung nicht weiter vermehrten (“On the influence of light upon protoplasm”, Proc. Roy. Soc. 28, 199-213,  1878). Erst viel später erkannte man eine spezifische Wellenlängenabhängigkeit mit einem Reaktionsmaximum für dem Bereich 250 bis 270 nm, einem Teil der UV Strahlung aus dem kurzwelligen C-Band (UVC).  

Die exakte Erklärung für dieses Phänomen liess lange Zeit auf sich warten und konnte endgültig erst nach der Entdeckung und mit der Erforschung der DNS in den 60er Jahren gegeben werden.

Warum ist UVC-Strahlung keimtötend?
Die kurzwelligen und energiereichen UVC Strahlen werden in bestimmten Bereichen der Erbsubstanz (DNS) absorbiert und es kommt zu einer photochemischen Veränderung. Wenn man so will, verketten oder verkleben zwei nebeneinander liegende Informationsträger (Basen). Durch das Verketten werden die Basen für den Kopierprozess des Helixstrangs unbrauchbar; die notwendige Informationsweitergabe unterbleibt.   

Überschreitet die Zahl der Informationsstörungen ein jeweils artspezifisches Niveau, so stirbt die Zelle ab ohne sich vermehren, d.h. duplizieren zu können. In der Konsequenz dieses Wirkprinzips werden Keime im eigentlichen Sinne nicht abgetötet! Vielmehr werden sie inaktiviert und so daran gehindert durch Zellteilung ein kritisches Potential aufzubauen.   

Zusammenhang zwischen Dosis und Wirkung
Während einfach strukturierte Mikroorganismen eine hohe Empfindlichkeit gegenüber der UVC Bestrahlung aufweisen, d.h. sie lassen sich in kürzester Zeit problemlos neutralisieren, braucht es wesentlich grössere Energien um komplexe Organismen wie Schimmel oder Algen abzutöten.   

Die Wirksamkeit einer UV Entkeimung bei der Inaktivierung von Mikroorganismen steht in direktem Zusammenhang mit der angewandten Dosis (= Zeit x Intensität). Hohe Intensitäten während einer kurzen Zeit oder geringe Intensitäten über einen langen Zeitraum sind praktisch austauschbar und beinahe gleichwertig in der Desinfektionswirkung.
Die Dosis als massgebliche Bestimmungsgrösse wird in µW*s/cm² angegeben, häufig auch in J/m².   

Wieviel UVC Strahlung verträgt der Mensch?
In ausreichender Dosis verursachen UVC Strahlen beim Menschen Hautrötungen (Erytheme) und insbesondere schmerzhafte Augenentzündungen (Konjunktivitis, auch als Schweissblende bekannt). Aus diesem Grund sollten Grenzwerte, wie sie die American Medical Association ermittelt hat, nicht überschritten werden.

Wesentlich: 
Gegensätzlich zur besonders aggressiven und tief in die Haut eindringenden UVB Strahlung, konnte ein ursächlicher Zusammenhang von Hautkrebs durch intensive UVC Strahlung bisher wissenschaftlich nicht belegt werden!