Teich- und Bachlauf-Bau

ANLEITUNG ZUM BAU EINES TEICHES

1. VORBEREITUNG
Ob Ihr naturnaher Gartenteich oder die Anlage einer Zierfläche letztendlich gelingt, hängt in erster Linie von einer sorgfältigen und ausgereiften Planung ab.
Sie können sich bei der Durchführung und der Erstellung Ihrer Teichanlage noch so viel Mühe geben, wenn Sie bei der Planung wesentliche Fehler machen, endet Ihr Teichvergnügen im Chaos. Offenstehende Fragen, wie z. B.: Wie teuer ist mein Gartenteich; wie viel Geld will ich investieren, kann ich mir überhaupt einen Gartenteich leisten, und wenn ja, wie groß darf ich ihn bauen? Passt ein Gartenteich überhaupt in meinen Garten? Wo und wie wähle ich den Standort? Wie löse ich das Problem der Erdarbeiten und die Verlegung der Teichfolie? Muss ich mir die Teichfolie selbst zurecht kleben, oder bekomme ich sie nach Maß angefertigt? Ist mein Teich nivelliert und kann ich das Anlegen auch ohne einen Bepflanzungsplan einwandfrei durchführen? Jeder, der sich eine Teichanlage erstellen möchte, wird sich diese Gedanken machen müssen, um nicht am Ende Schiffbruch zu erleiden.

2. PLANUNG
Zeichnen Sie den gewünschten Teich in Form der Draufsicht und in Form einer Querschnittansicht skizzenhaft auf. Legen Sie Größe, Form und Tiefe sowie Anlegen von Flachwasserzonen, Sumpfzonen und Stufen vorher fest. Versuchen Sie bei der Verlegung der Teichfolie Größenunabhängig zu planen. Holen Sie in jedem Fall den Rat eines Fachmannes ein. Es sollte auch die Zeit der Teichherstellung berücksichtigt werden (beste Monate: März, April, Mai).

3. ERDARBEITEN
Nachdem Sie die Lage, die Größe sowie die Form Ihrer Teichanlage festgelegt haben, können Sie beginnen.Dabei ist als Fluchtgeber oftmals ein alter Wasserschlauch oder ein über den Rasen gespanntes Tau für die Einhaltung der Form sehr behilflich.Versuchen Sie den Grundwasserspiegel festzustellen, bevor Sie mit den Erdarbeiten beginnen, denn das Bauen im Bereich des Grundwassers ist grundsätzlich nicht erlaubt. Bei den Erdarbeiten stellt sich für jeden Teichbauer die Frage, ob er die Zeit und Motivation hat, alles per Hand durchzuführen, oder lieber einen Bagger einsetzen will. Wir empfehlen den Einsatz von Kleinbaggern, die mit einer Mindestbreite von 1 Meter heutzutage in jedem kleinen Garten einsetzbar sind. Im Übrigen spart man Zeit und kann auf diese Art und Weise eine schnelle Fertigstellung der Teichanlage garantieren. Unabhängig, ob Sie per Kleinbagger oder durch Muskelkraft die Erdarbeiten durchführen, sollten Sie daran denken, dass sämtliche Stufen und Flachwasserzonen bereits mit den Erdarbeiten modelliert werden, im Nachhinein ist es nicht möglich.Oftmals wird der Fehler gemacht, dass man versucht, nach Einbau der Teichfolie Stufen herzustellen, indem man Sand oder Steine auf die Folie legt. Dieses ist die falsche Lösung. Versuchen Sie, den Erdaushub so zu berechnen, dass Sie die anfallende Erde gleich vor Ort im Garten wieder verwenden können. So entstehen nicht unnötig große Hügel. Jeder Wall sollte grundsätzlich flach gehalten werden.

4. VERLEGUNG DER TEICHFOLIE
Nachdem Sie die Erdarbeiten beendet und Ihre Teichanlage nivelliert haben, können Sie die Form und Größe des Teiches ausmessen oder durch einen Fachmann ausmessen lassen. Es ist heute möglich, unter Einsparung von Verschnitt jedes Folienmaß mit Länge und Breite maßgetreu anfertigen zu lassen. Selbst Größen bis zu 1.000 m² sind ohne weiteres möglich. Bei der Verlegung solch großer Folien ist allerdings eine Fachfirma nötig (wie z. B. die SIWOPLAN GmbH). Bevor Sie die Folie einbauen, sollten Sie das Teichbett von scharfkantigen Gegenständen und Steinen befreien. Mit Hilfe von SIWOTEX® -Schutzvliesen können Sie optimal die langfristige Sicherheit der Teichfolie unterstützen.
Der Tipp:
Entsprechend der gegebenen Form des Teiches wird die Teichfolie in ihrer Länge optimal angemaßt - ohne überflüssigen Verschnitt.Um Ihren genauen Folienbedarf zu ermitteln, messen Sie die Länge und Breite Ihres Teiches am Besten mit Hilfe einer Schnur nach. Rechnen Sie hierbei auch die Tiefe Ihres Teiches hinzu und für den Teichrand noch ca. 70 cm pro Seite.

5. GESTALTEN DER TEICHANLAGE
Nachdem Sie die Teichfolie möglichst falten- und spannungsfrei verlegt haben, sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie die Rand- und Uferbefestigung vornehmen. Es ist auch wichtig, die Teichfolie so abzudecken, dass von außen her keine Folie mehr zu sehen ist. Dieses erreichen Sie durch das Einbringen von „magerem" Füll- und Kiessand, der auf die Teichbahn aufgebracht wird. Um zu verhindern, dass diese Sandabdeckung an der Folie abgleitet, muss man bereits bei den Erdarbeiten Stufen einbauen. Nachdem Sie die mindestens 10 cm dicke Sandschicht eingebracht haben, können Sie mit der Randbefestigung und dem Einbringen von Pflanzen beginnen.
Achten Sie darauf, dass sämtliche Pflanzen kurz nach dem Anlegen im Wasser stehen müssen. Sofort nach der Bepflanzung sollte die Befüllung des Teiches mit Wasser erfolgen.

6. BEPFLANZUNG
Bei der Bepflanzung des Teiches sollten Sie sich, wenn möglich, an Ihren bereits vorher ausgearbeiteten Bepflanzungsplan halten. Bei der Bepflanzung gilt die goldene Regel „weniger ist oft mehr". Eine fertiggestellte Teichanlage wird erst nach einer Zeit von ca. zwei Jahren zeigen, ob die Anpflanzung ausreicht oder nicht. Daher ist es empfehlenswert, bei der Neuanlage einer Teichanlage zuerst eine etwas zurückhaltende Bepflanzung vorzunehmen. Da sich mit den Jahren auch die Wasserpflanzen vermehren werden, ergibt sich mit der Zeit ein natürliches Bild. In unserer Rubrick "Bepflanzungsplan" erhalten Sie weitere interesante Hinweise.

LEBENDIGES WASSER IM GARTEN IST NICHT NUR OPTISCH, SONDERN AUCH AKUSTISCH EINE BEREICHERUNG.

Während bei einer Teichanlage die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt begeistert, so ist doch der Bachlauf für jeden Wassergartenliebhaber ein unbedingtes Muss
An späten Sommerabenden, wenn man auf der Terrasse sitzend noch in der Dunkelheit die einzelnen Tier- und Vogelstimmen verfolgt, ist gerade der Bachlauf mit seinem beruhigend rauschenden Wasser eine individuelle Art, Garten- und Freizeit zu genießen. Aber auch hier sei gesagt, jeder Bachlauf steht und fällt nicht nur mit der sorgfältigen Planung, sondern auch mit der sach- und fachgerechten Durchführung. Grundsätzlich ist die Erstellung eines Bachlaufes mit den verschiedensten Wasserfallstufen in jedem auch noch so kleinen Garten möglich!
SIWOPLAN Teich- und Dichtungsbahnen der Produktreihe "Profi", aus physiologisch unbedenklichen PVC sind zur Umsetzung abdichtungstechnischer Probleme beim Bau von z.B. Bachläufen ideal geeignet. Die verwendeten Rohstoffe und Materialzusammensetzungen ermöglichen es, dem Verarbeiter diese Dichtungsbahn nicht nur einwandfrei zu verschweißen und plangenau zu formen, sondern auch die Verarbeitung mittels Klebeverfahren ist hervorragend möglich. Darüber hinaus stehen dem Anwender eine Vielzahl unterschiedlicher naturnaher Farbgebung zu Verfügung, die gerade beim Bau von Bachläufen besonders wichtig sind (z.B. naturgrün).
Für alle Anwender, die auf Farbgebung verzichten können und die Verarbeitungstechnik "Schweißen" nicht so beherrschen, bietet SIWOPLAN als optimale Alternative die Produktlinie "SIWOPLAN Softline" aus hochweichem synthetischem EPDM-Kautschuk. Während Dichtungsbahnen der Reihe "Profi" thermoplastisch verschweißt werden, wird beim EPDM-Kautschuk ausschließlich in Klebeverfahren gearbeitet. Zur Umsetzung steht ein umfangreiches Zubehörprogramm zur Verfügung.

BAUTIPPS ZUM BAU EINES BACHLAUFS
Während für die Erstellung eines Gartenteiches regelmäßig unterschiedlich große Flächen benötigt werden, die nicht in jedem Garten zu Verfügung stehen, kann man mit Hilfe eines Bachlaufs auch kleinere Flächen zu einer Wasserlandschaft umgestalten. Besonders wertvoll sind solche gestalterischen Elemente direkt in der Nähe der Terrasse. Bei einem Wasserlauf, z.B. durch einen Steingarten, kann es sich um einen Bachlauf mit gleichmäßigem Gefälle oder um eine Reihe von unterschiedlichen Wasserfällen handeln. Kleidet man den Wasserlauf mit einer Teichbahn aus, so sind der Formgebung fast keine Grenzen gesetzt. Um eine möglichst natürliche Wirkung zu erzielen, legt man die Kaskaden so an, dass das Wasser seine Laufrichtung ändert. Ein solcher Bachlauf wird ständig mit Hilfe einer elektrischen Pumpe gespeist.
Im Gegensatz zur Erstellung einer Teichanlage lassen sich Bachläufe schon mit geringen Kosten und Aufwand ermöglichen. Ein Fischbesatz kann entfallen und es sind keine Risiken der Unfallverhütung zu berücksichtigen. Die permanente Bewegung des Wassers sorgt für eine angenehme und beruhigende Atmosphäre. Der ideale Einstieg für jeden Anfänger. Fragen Sie uns - gerne beraten wir Sie!



WARUM EIN KOI-TEICH TIEF SEIN MUSS:

Da Koi sehr groß werden, brauchen sie auch genügend Platz. Das heißt mindestens 1-2 m³ pro Fisch, also bei 10 Tieren etwa 15 Kubikmeter Wasser. Diese Menge ist nötig, da Koi viel fressen und u. a. somit viel Kot produzieren, der das Wasser verdreckt. Je mehr Wasser, umso geringer die Verschmutzung.
Zum Abbau des Kots ist eine entsprechende Filteranlage nötig. Die Gefahr des Befalls durch Parasiten und Bakterien ist umso größer, je mehr und größere Fische bei gleichem Wasservolumen gehalten werden. In klarem Wasser haben diese Krankheitserreger geringere Überlebensmöglichkeiten. Des Weiteren braucht der Koi ausreichend Sauerstoff. Auch dies ist ein Grund, warum der Teich tief sein sollte.
Denn je tiefer der Teich, umso stabiler die Wassertemperatur. D. h. im Sommer heizt sich das Wasser nicht zu stark auf, es kann mehr Sauerstoff binden. Und: im Winter friert der Teich nicht bis auf den Grund zu. Dies sind nur einige Tipps, die Sie beim Bau von Koi-Teichen grundsätzlich berücksichtigen sollten. Welche Bauarten sich unterscheiden, wie sie sinnvoll Rohrleitungen, Skimmer und Filtersysteme anwenden und welche Filtermedien optimaler weise eingesetzt werden, erfahren Sie von uns. Unsere Anwendungstechnik verfügt über jahrelange Erfahrung und hilft Ihnen gerne mit Rat und Tat bei der Umsetzung Ihrer Koi-Teichanlage.